Pulverspritzgießen - Prozessanalyse beim Mehrkomponentenspritzgießen

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Andreas Abach

Das Pulverspritzgießen (PIM) ist ein Near-Net-Shape Großserienverfahren zur Herstellung von komplexen, dreidimensionalen Bauteilen. In dem vierstufigen Prozeß wird aus einem Pulver und einem Bindersystem ein homogener fließfähiger Compound aufbereitet. Dieser wird danach durch erneutes Plastifizieren beim Spritzgießen zu einem Grünling geformt, aus dem anschließend beim Entbindern der Binder entfernt wird. Der entstehende Braunling wird danach durch Sintern zum endgültigen Formteil verfestigt.Typische Materialien für das PIM sind Hartmetalle und Keramiken, bei denen die Herstellung von Formteilen aus der Schmelze, aufgrund hoher Schmelztemperaturen, oder subtraktive Formgebung, bedingt durch hohe Härte, sehr aufwendig und kostenintensiv ist.
Die aus der Spritzgießverarbeitung von Kunststoffen bekannte Mehrkomponententechnik bietet die Möglichkeit, das Design und die Funktionsintegration von Bauteilen deutlich zu erweitern, wobei sowohl identische als auch unterschiedliche Werkstoffe in einem Bauteil miteinander kombinierbar sind.

158 Seiten
ISBN 978-3-93186-429-3

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Lydia Lanzl, M.Sc.