Druckverfestigung amorpher Thermoplaste

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Natalie Rudolph

Kurzfassung

Abgeleitet aus den grundlegenden Problemen der urformenden Thermoplastverar-beitungsverfahren kann folgende These aufgestellt werden: Wenn es gelingt, bei der Abkühlung und beim Phasenübergang die zeitlichen und lokalen Temperatur- und Druckunterschiede zu vermeiden, entstehen Formteile mit ausgezeichneter Homogenität und Maßhaltigkeit. Um dies zu erreichen, soll der Phasenübergang nicht wie bisher während der Abkühlung zeitlich versetzt, sondern durch Verdichtung mittels Druck gleichzeitig im ganzen Formteil erfolgen. Die Abkühlung im homogenen Festkörperzustand führt zu einer gleichmäßigen Schwindung.
Für diesen völlig neuen Verfahrensansatz des durch Druck induzierten Phasenüber-gangs, der im Folgenden als Druckverfestigung bezeichnet wird, wurden grundlegende Betrachtungen zum Verhalten amorpher Thermoplaste bei Kompression, Abkühlung und Expansion durchgeführt. Diese umfassen die Analyse der Bereiche fest, entropieelastisch und schmelzflüssig sowie die Untersuchung des Deformati-onsverhaltens und der Temperaturerhöhung unter Druck in den jeweiligen Phasen. Hierzu wurde die notwendige Werkzeug- und Prozesstechnik entwickelt und aufgebaut. Abschließend wurde der Prozess unter langsamen sowie praxisrelevanten, schnellen Bedingungen umgesetzt und die resultierenden Volumina und Bauteilei-genschaften untersucht. Als Ergebnis stehen dem Verarbeiter Kriterien für die Para-meterwahl bei der Anwendung der Spritzgießverfahrensvariante Druckverfestigung zur Verfügung.

157 Seiten
ISBN 978-3-931864-45-3

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Lydia Lanzl, M.Sc.